Initiative  gegen sexuelle Gewalt

Initiative gegen sexuelle Gewalt

Missbrauchsbeauftragter startet neue bundesweite Initiative Schule gegen sexuelle Gewalt

Berlin, 13.09.2016. Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, stellt heute in Berlin gemeinsam mit den Bundesvorsitzenden Marlis Tepe, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), und Udo Beckmann, Verband Bildung und Erziehung (VBE), sowie mit Catharina Beuster, Mitglied im Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten, die neue bundesweite Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ vor.

Gewalt“ ist eine Initiative des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung in Kooperation mit den 16 Kultusministerien. Der erste Länderstart erfolgt am 19. September 2016 in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit Schulministerin Sylvia Löhrmann. Die weiteren Länder folgen bis Ende 2018. Mit der Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ sollen die über 30.000 Schulen in Deutschland fachlich unterstützt und ermutigt werden, Konzepte zum „Schule gegen sexuelle Schutz vor sexueller Gewalt zu entwickeln und zum gelebten Schulalltag werden zu lassen. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Mädchen und Jungen durch Maßnahmen der Prävention und Intervention besser zu schützen und ihnen schneller Hilfen anzubieten.

Hilfetelefon

Hilfetelefon

Hilfetelefon

rund 30 Prozent der geflüchteten Menschen, die in Deutschland ankommen, sind weiblich. Viele von ihnen haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht Gewalt erlebt – und für viele enden die oftmals traumatischen Erfahrungen auch nicht mit der Ankunft in Deutschland. Noch gibt es nicht überall spezielle Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für geflüchtete Frauen. Darum möchten wir Sie auf das mehrsprachige Angebot des Hilfetelefons hinweisen.

Viele von Ihnen kennen das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bereits. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 und online unter www.hilfetelefon.de Über den Termin- und Sofort-Chat sowie per E-Mail bietet es Frauen, die von Gewalt betroffen sind, rund um die Uhr und kostenfrei Beratung und Unterstützung. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an geflüchtete Frauen sowie ehrenamtliche und professionelle Unterstützer/-innen.

Hilfe und Beratung auch in Persisch und Arabisch

Mithilfe von Dolmetscherinnen kann die telefonische Beratung in 15 Fremdsprachen angeboten werden, darunter Arabisch und Persisch/Farsi. Die Beratung beim Hilfetelefon ist grundsätzlich anonym und erfolgt durch geschulte Beraterinnen. Das Gespäch orientiert sich dabei stets an den konkreten Fragen und Bedürfnissen der Anrufenden.

Bitte machen Sie das Angebot bei geflüchteten Menschen bekannt!

Mit mehrsprachigen Informationsmaterialien – Flyer, Plakate oder Abreißzettel – möchte das Hilfetelefon noch gezielter geflüchtete Frauen sowie Unterstützer/-innen in den Erstaufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften erreichen. Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung!

Wir möchten Sie bitten, diese Materialien zu nutzen und weiter zu verbreiten. Hängen Sie z.B. die mehrsprachigen Abreißzettel in den Unterkünften und Begegnungsstätten aus oder verteilen Sie unseren 16-sprachigen Klappflyer an ehrenamtliche und professionelle Unterstützer/innen von geflüchteten Menschen.

Pressemitteilung: Kommission Kindesmissbrauch

Pressemitteilung: Kommission Kindesmissbrauch

Pressemitteilung

Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs stellt Arbeitsprogramm 2016 – 2019 vor. Betroffene und Zeitzeugen können sich ab heute bei der Kommission melden, um an Anhörungen teilzunehmen. Erste Anhörungen sollen bereits im Herbst 2016 stattfinden.

Berlin, 03.05.2016. Das Infotelefon Aufarbeitung 0800-4030040 (anonym und kostenfrei) und die Website www.aufarbeitungskommission.de informieren über die Arbeit der Kommission und Ablauf der Anhörungen. Betroffene und Zeitzeugen können ab heute telefonisch oder schriftlich mit der Kommission in Kontakt treten, um an Anhörungen teilzunehmen.

Fonds sexueller Missbrauch

Fonds sexueller Missbrauch

Fonds sexueller Missbrauch im familiären Bereich

Die Begrenzung der Antragstellung auf Hilfeleistungen wurde aufgehoben.

Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kindes- oder Jugendalter können über den 30. April 2016 hinaus Anträge auf Hilfeleistungen aus dem Ergänzenden Hilfesystem an die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch richten: www.fonds-missbrauch.de

Hilfetelefon

Hilfetelefon

„Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle“

Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ruft
Bundesfrauenministerin Schwesig mit einer Selfie Aktion zur
Bekanntmachung des
Hilfetelefons auf.
Im Vorfeld des weltweiten Aktionstages zur Beseitigung von Gewalt und
Diskriminierung an Frauen startet Bundesfrauenministerin Manuela
Schwesig die Selfie-Aktion „Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle“. Mit der Aktion
möchte die Ministerin möglichst viele Menschen dazu einladen, mit einem eigenen
Foto in ihren sozialen Netzen auf das Hilfetelefon aufmerksam zu machen.
Interessierte können dies über die freigeschaltete Aktions-Website
www.aktion.hilfetelefon.de
tun. Dort werden sämtliche Selfies – Selbstporträts mit der Hilfetelefonnummer und einer persönlichen Botschaft – nach der Veröffentlichung beispielweise bei Twitter oder Facebook angezeigt.
„Ich rufe alle dazu auf, sich aktiv an der Bekanntmachung der Hilfetelefon-Nummer
zu beteiligen und damit Frauen zu ermutigen, sich Hilfe zu suchen“, so die
Bundesministerin. Auch Personen, die selbst keine sozialen Netzwerke nutzen, können bei der Aktion mitmachen.
Mit dem 2013 eingerichteten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ wird betroffenen
Frauen erstmalig auch eine bundesweite 24-Stunden-Beratung angeboten, die
kostenlos eine anonyme und niedrigschwellige Erstberatung in 15 Sprachen
ermöglicht. „Frauen, die Unterstützung suchen, finden beim Hilfetelefon Tag und Nacht eine kompetente Ansprechpartnerin, die ihnen dabei hilft, die nächsten Schritte zu gehen und sich aus der Gewaltsituation zu lösen“, erklärte Manuela Schwesig.
Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Menschen weltweit am 25. November (Dienstag) für die Beseitigung von Gewalt und Diskriminierung an Frauen ein. So auch in Deutschland, wo Gewalt gegen Frauen leider noch immer zum Alltag gehört. Einer aktuellen Studie der Europäischen Union zufolge ist etwa jede dritte Frau in Deutschland von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen.
Rund 25 Prozent aller Frauen erleben Gewalt in ihrer Partnerschaft. Die Mehrheit der Frauen wird mindestens einmal in ihrem Leben sexuell belästigt.
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist beim Bundesamt für Familie
und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angesiedelt und wird vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
finanziert.
Weitere Informationen zum Beratungsangebot erhalten Sie auf:
www.hilfetelefon.de
Weitere Informationen zur Selfie-Aktion finden Sie unter:
www.aktion.hilfetelefon.de

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